Ich finde es irgendwie total lustig, wie jetzt bei KI alle diese aus sehr gutem Grund über Jahrzehnte entstandenen IT-Praktiken völlig über den Haufen werfen. Früher gab es dann Projektplanung, jemand aus IT-Sec hat das abgecheckt, der Datenschützer hat sich das angeschaut, dann gab es Code Review, Staging, Tests und jetzt … yeeten irgendwelche KI-Modelle einfach Zeugs nach PROD?
Auf der Arbeit wird auch gerade massiv auf KI getriebene Entwicklung umgestellt. Ich sammel hier schon Punkte, warum das grade für uns als Infrastruktur nicht funktionieren wird, wenn man uns da mehr pushen will. Wir sind nicht limitiert durch die Erstellung von Code - die letzten 2-3 Sprints zwischen 3 Leuten im Linux & Networking haben vermutlich 200-500 Zeilen Config-Management Code erstellt. Das war meistens so nen Tag Arbeit nach Recherche und Diskussionen. Beides etwas wo die KI hilft, sicherlich.
Aber das Bottleneck ist dass wir mit insgesamt 7 Leuten in 2 Teams maximal 2, vielleicht 3 grosse Änderungen gleichzeitig kontrollieren und ausrollen könnnen, und es dauert 2-3 Wochen um sowas verantwortungsvoll durchzuführen. Der einzige Weg das besser zu skalieren ist Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung, oder Einkaufen von wirklich teuren Leuten. Claude wird keinen direkten Zugriff auf kritische Loadbalancer kriegen, in der Richtung liegen nur Schmerzen und lange Nächte.
Und wenn wir das nicht tun, haben wir letztens leider demonstriert, dass eine kleine Fahrlässigkeit und Hetze von uns Production von allen Teams 30 Minuten offline nimmt. Hetze, durch AI-getriebene Security-Themen. Wuhu.
“Zeugs nach Prod yeeten” für feddit Jugendwort 2026
Nach meinem Kenntnisstand ist ‘yeet’ allerdings angelsächsisch, wobei die Übersetzung ins Zangendeutsche ‘jöten’ wäre
tja… hätte da mal jemand davor gewarnt dann hätten wir den salat jetzt nicht /s




