Mistral? Klingelt da was? Vibe, bis vor kurzem unter dem Namen Le Chat bekannt, ist der KI-Assistent des 2023 gegründeten französischen KI-Unternehmens Mistral und war in den vergangenen Jahren der einzige europäische…
Super, dann können wir jetzt nach all dem Chatbot-Hype weiter an nützlichen ML-Anwendungen arbeiten wie schon zuvor.
Die Tatsache, dass der letzte europäische Konkurrent in die Knie geht bedeutet jedoch nicht, dass der Chatbot-Hype an sich vorbei ist. Nur, dass er jetzt komplett über unsere Köpfe hinweg stattfindet.
Was auf diesem fast-nicht-rechten Schmierblatt beworben wird, ist eine platzende Blase. Je weniger unsere Köpfe da drinstecken desto weniger Schaden nimmt Europa. AI ist genauso revolutionär wie dazumals Blockchain und NFTs - nimm die Doofen aus, dann grabsch das Geld und lauf’ ! Ich hätte übrigens schöne Tulpenzwiebeln im Angebot, die werden Jahr zu Jahr wertvoller!
Hast du in letzter Zeit mal mit KI gearbeitet? Also nicht nur ein wenig damit herumgespielt sondern wirklich mal das eine oder andere Projekt damit hochgezogen?
Ich war selber auch lange sehr, sehr ablehnend was diese Technologie betrifft und habe die gleichen schlauen Sprüche gebracht… bis ich dann vor ein paar Monaten dann dazu genötigt wurde mich damit zu beschäftigen und ich muss einfach feststellen: Ich als eierlegende IT Wollmilchsau hier im Unternehmen kann damit arbeiten als hätte ich ein zehnköpfiges Team.
KI geht nicht mehr weg und Europa wird mal wieder von allen Seiten überholt…
Ich als eierlegende IT Wollmilchsau hier im Unternehmen kann damit arbeiten als hätte ich ein zehnköpfiges Team.
Bis die Tokens so teuer werden, dass du davon ein echtes 10-köpfiges Team hättest einstellen können. Nur wird es dieses Team nicht mehr geben, weil niemand mehr das Programmieren lernt, weil die LLMs das machen.
Ich sehe es eher als Vorteil, wenn wir den scheiß nicht mitmachen. Vielleicht sollten wir uns lieber auf Bewährtes konzentrieren und die Menschheit nicht verblöden lassen.
Dann überleg dir schonmal wie du das zukünftig in deinem Unternehmen selber hostest. Denn das was OpenAI und co da veranstalten macht es nicht mehr lange. Investoren wollen irgendwann Gewinne sehen.
Okay, da ich selbst nicht programmiere muss ich meinen Kommentar wohl relativieren. Was du beschreibst, ist ähnlich wie der Einzug von maschineller Übersetzung in die Übersetzungsindustrie vor etwas über einem Jahrzehnt. Als Deepl aufkam konnte mensch plötzlich doppelt so schnell übersetzen! Genauso schnell haben wir Übersetzerys dann auch nur noch die Hälfte verdient. Dabei ist natürlich die Schönheit des handgeschriebenen Textes bei draufgegangen, aber hey Profit!
Statt jedem Dings hinterherzulaufen könnte Europa auf das gute Handgemachte setzen, die Sorgfalt. Das ist meiner Meinung nach zukunftssicher - da wirkt die gewollte Langsamkeit auch dem Klimaschutz und dem menschlichen Wohlergehen entgegen!
Bitte nicht persönlich nehmen, meine Perspektive als Nicht-IT-Person: Man sollte sich auch die Frage stellen ob wir wirklich jeden Tag hunderte von neuen Softwareprogrammen, Webseiten und Apps möchten nur weil nun jede Wollmilchsau ein zehnköpfiges Team befehligt, oder ob das zehnköpfige Team erstmal den Scheiß reparieren kann den es schon gibt. Auffallend seit 4-5 Jahren und tendenziell schlimmer werdend: egal welche Webseite, welche App, welchen Onlineservice ich nutzen möchte, es ist alles halb kaputt. Überall glänzende Oberflächen und wenig Substanz. Ich fürchte, mit mehr KI bekommen wir noch mehr davon. Für Europa wünsche ich mir einen Schritt zurück. Lass die Scheiß-Imperien sich in ihrer Tech- und Militär-Aufrüstung aufreiben - erhalten wir derweil das Grundwissen darüber wie man funktionierende Dinge herstellt, so gut es geht.
Statt jedem Dings hinterherzulaufen könnte Europa auf das gute Handgemachte setzen, die Sorgfalt.
Kann man probieren. De facto ist es aber so, dass man sich nur begrenzt gegen technische Weiterentwicklung abschirmen kann. KI momentan ist definitiv eine überhitzte Blase, aber die Sache an sich wird keinesfalls verschwinden. Und es ist eine schlechte Nachricht, dass europäische Mitbewerber das “Gesundschrumpfen” nicht überleben, denn dann haben wir am Ende, wenn sich die Sache konsolidiert hat, wieder mal kein Eisen im Feuer haben, sondern komplett Amerikanern und Chinesen ausgeliefert sein. Damit kann keiner hier zufrieden sein.
Ich kann dieser Überlegung sich als Nation aus dem internationalen “rat race” herauszuhalten durchaus etwas abgewinnen… es funktioniert nur nicht, und schon gar nicht in einem so international vernetzten Land wie Deutschland. Japan hat übrigens versucht sich von der Welt zurückzuziehen - nur um abgehängt zu werden und von einem technologisch weit überlegenen Land wieder zur Öffnung gezwungen zu werden.
Was auf diesem fast-nicht-rechten Schmierblatt beworben wird, ist eine platzende Blase.
Der Artikel oder wo er erschienen ist ist doch vollkommen irrelevant für die Feststellung, dass das Kapitulieren Mistrals keinesfalls ein Ende des Chatbot-Hypes bedeutet.
Die Tatsache, dass der letzte europäische Konkurrent in die Knie geht bedeutet jedoch nicht, dass der Chatbot-Hype an sich vorbei ist. Nur, dass er jetzt komplett über unsere Köpfe hinweg stattfindet.
Was auf diesem fast-nicht-rechten Schmierblatt beworben wird, ist eine platzende Blase. Je weniger unsere Köpfe da drinstecken desto weniger Schaden nimmt Europa. AI ist genauso revolutionär wie dazumals Blockchain und NFTs - nimm die Doofen aus, dann grabsch das Geld und lauf’ ! Ich hätte übrigens schöne Tulpenzwiebeln im Angebot, die werden Jahr zu Jahr wertvoller!
Hast du in letzter Zeit mal mit KI gearbeitet? Also nicht nur ein wenig damit herumgespielt sondern wirklich mal das eine oder andere Projekt damit hochgezogen?
Ich war selber auch lange sehr, sehr ablehnend was diese Technologie betrifft und habe die gleichen schlauen Sprüche gebracht… bis ich dann vor ein paar Monaten dann dazu genötigt wurde mich damit zu beschäftigen und ich muss einfach feststellen: Ich als eierlegende IT Wollmilchsau hier im Unternehmen kann damit arbeiten als hätte ich ein zehnköpfiges Team.
KI geht nicht mehr weg und Europa wird mal wieder von allen Seiten überholt…
Bis die Tokens so teuer werden, dass du davon ein echtes 10-köpfiges Team hättest einstellen können. Nur wird es dieses Team nicht mehr geben, weil niemand mehr das Programmieren lernt, weil die LLMs das machen.
Ich sehe es eher als Vorteil, wenn wir den scheiß nicht mitmachen. Vielleicht sollten wir uns lieber auf Bewährtes konzentrieren und die Menschheit nicht verblöden lassen.
Bei solchen Kommentaren muss ich immer an dieses Meisterwerk denken:
Real Programmers Don’t Use Pascal
Dann überleg dir schonmal wie du das zukünftig in deinem Unternehmen selber hostest. Denn das was OpenAI und co da veranstalten macht es nicht mehr lange. Investoren wollen irgendwann Gewinne sehen.
Das witzige ist ja wie gut selbst hostbare Modelle mittlerweile geworden sind, ich bin da auch schon was am aufbauen…
Dann ist es ja egal ob das selbst gehostete Modell aus USA, China oder Europa kommt.
Okay, da ich selbst nicht programmiere muss ich meinen Kommentar wohl relativieren. Was du beschreibst, ist ähnlich wie der Einzug von maschineller Übersetzung in die Übersetzungsindustrie vor etwas über einem Jahrzehnt. Als Deepl aufkam konnte mensch plötzlich doppelt so schnell übersetzen! Genauso schnell haben wir Übersetzerys dann auch nur noch die Hälfte verdient. Dabei ist natürlich die Schönheit des handgeschriebenen Textes bei draufgegangen, aber hey Profit!
Statt jedem Dings hinterherzulaufen könnte Europa auf das gute Handgemachte setzen, die Sorgfalt. Das ist meiner Meinung nach zukunftssicher - da wirkt die gewollte Langsamkeit auch dem Klimaschutz und dem menschlichen Wohlergehen entgegen!
Bitte nicht persönlich nehmen, meine Perspektive als Nicht-IT-Person: Man sollte sich auch die Frage stellen ob wir wirklich jeden Tag hunderte von neuen Softwareprogrammen, Webseiten und Apps möchten nur weil nun jede Wollmilchsau ein zehnköpfiges Team befehligt, oder ob das zehnköpfige Team erstmal den Scheiß reparieren kann den es schon gibt. Auffallend seit 4-5 Jahren und tendenziell schlimmer werdend: egal welche Webseite, welche App, welchen Onlineservice ich nutzen möchte, es ist alles halb kaputt. Überall glänzende Oberflächen und wenig Substanz. Ich fürchte, mit mehr KI bekommen wir noch mehr davon. Für Europa wünsche ich mir einen Schritt zurück. Lass die Scheiß-Imperien sich in ihrer Tech- und Militär-Aufrüstung aufreiben - erhalten wir derweil das Grundwissen darüber wie man funktionierende Dinge herstellt, so gut es geht.
Kann man probieren. De facto ist es aber so, dass man sich nur begrenzt gegen technische Weiterentwicklung abschirmen kann. KI momentan ist definitiv eine überhitzte Blase, aber die Sache an sich wird keinesfalls verschwinden. Und es ist eine schlechte Nachricht, dass europäische Mitbewerber das “Gesundschrumpfen” nicht überleben, denn dann haben wir am Ende, wenn sich die Sache konsolidiert hat, wieder mal kein Eisen im Feuer haben, sondern komplett Amerikanern und Chinesen ausgeliefert sein. Damit kann keiner hier zufrieden sein.
Ich kann dieser Überlegung sich als Nation aus dem internationalen “rat race” herauszuhalten durchaus etwas abgewinnen… es funktioniert nur nicht, und schon gar nicht in einem so international vernetzten Land wie Deutschland. Japan hat übrigens versucht sich von der Welt zurückzuziehen - nur um abgehängt zu werden und von einem technologisch weit überlegenen Land wieder zur Öffnung gezwungen zu werden.
Der Artikel oder wo er erschienen ist ist doch vollkommen irrelevant für die Feststellung, dass das Kapitulieren Mistrals keinesfalls ein Ende des Chatbot-Hypes bedeutet.