• 🦄🦄🦄@feddit.org
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    ·
    10 hours ago

    Das Bild macht mich so fucking betroffen… ich hatte früher mal an Schlachthof-“blockaden” teilgenommen (MIT Anmeldung und Genehmigung lol) und wir haben quasi die Tiere in den rießigen, stinkenden Transportern verabschiedet. Es gab einige, die Wassernebler dabei hatten und die Schnäuzchen. die sich durch die kleinen Öffnungen geschoben haben, wenigstens ein bisschen benetzt haben damit… das war alles so unglaublich furchtbar.

    Was mich gebrochen hat, waren zwei Sachen. Einmal kam eine Privatperson mit Anhänger vorgefahren und hat und seine “Ladung” gezeigt. Lämmer… kleine, verängstigte Lämmer. Die hat er in die Todesfabrik gefahren und sie aufschneiden lassen. Völlig emotionslos.

    Das andere war ein Transporter mit erwachsenen Schafen. Das war einer der seltenen Transporter, bei denen der Fahrer auch ausgestiegen ist und kurz mit uns geredet hat. Ich weiß noch, wie er geweint hat, dass er das Geld braucht, halt Ausländer ist und keinen anderen Job finden konnte. Er hat erzählt, wie sehr er diesesn Job hasst, wie sehr ihn die Schreie der Tiere und die Stille nach dem Abladen mitnehmen.

    Diese ganze Industrie ist so unfassbar verrottet… ich hasse alles daran.

    • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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      ·
      10 hours ago

      Was mich daran so fassungslos macht:
      Selbst innerhalb von diesem Scheißsystem, das diese ganze verlogene Scheiße trägt, gibt es genügend Menschen, die erkennen, dass diese Tiere fühlen, leiden, und Bedürfnisse haben.
      So dass dann Gesetze erlassen werden mit dem Ziel, das Leid der Tiere zu verringern.
      Das Gesetz, das “Beschäftigungsmaterial” für Schweine vorschreibt, ist ein Eingeständnis, dass diese Tiere leidensfähig und intelligent sind.
      Und dann gibt man sich damit zufrieden, in den Käfig, in dem das Tier sich während seines gesamten Lebens nichtmal umdrehen kann, ein Holzstück an eine Kette zu schrauben.

      Das hebt es für mich irgendwie von einem Level der Ignoranz auf ein Level des bewussten Bösen.

      • luciferofastora@feddit.org
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        ·
        19 minutes ago

        Das ist die Spannung zwischen Moral und Profit: Sich aufwendig mit Tierwohl zu befassen kostet Geld, Zeit das auch Geld ist und die Expertise von Leuten die sich damit befasst haben, was auch noch mal Geld kostet.

        Der eine kommt also her und fordert etwas, kriegt es mit Ach und Krach gegen die Profitlobby durchgesetzt, die daraufhin das absolute Minimim tut um der Anforderung auf dem Papier zu genügen. Der Moralapostel kann dann noch so jammern, sie zucken mit den Schultern und sagen “Wir haben getan, was du wolltest” als ob das genug sein müsste.

        Ich glaube nicht, dass irgendwer sich zufrieden gibt. Ich glaube bloß, dass die Situation ein politisches Patt ist, weil keiner genug Zugkraft hat, was zu ändern: Das beste, was die Tierfreunde erreichen können, ist die Einrichtung freiwilliger Richtlinien, deren Einhaltung dann mit Labels belohnt wird, von denen sie wiederum die Kunden zu überzeugen versuchen, freiwillig drauf zu achten. Und auch dann studieren die Parasiten ganz genau das zulässige Minimum für diese Labels und versuchen, das so billig wie möglich zu erreichen.

        Und dann kommen die Vegetarier und Veganer mit einer Lösung, die nicht so leicht auszuhebeln ist, und prompt werden sie zum Boogeyman gemacht.

      • plyth@feddit.org
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        50 minutes ago

        die erkennen, dass diese Tiere fühlen, leiden, und Bedürfnisse haben.

        Siehe Zivi, https://feddit.org/post/26315780

        Wir behandeln Menschen ja auch schlecht. Der Grund, warum es kein BGE gibt ist die mangelnde Bereitschaft der Bevölkerung, wesentliche Aufgaben unserer Gesellschaft freiwillig zu übernehmen.