• DandomRude@lemmy.world
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        10 hours ago

        Ich würde sagen, dass dies definitiv auch ein Problem der Alpenrepubliken ist, schon, da Deutschland für sie ein wichtiger Handelspartner ist.

        Da Merz Politik die Zukunfsfähigkeit Deutschlands gefährdet, ist das auch schlecht für seine Handelspartner.

        Ein Beispiel: Merz Entscheidung, das geplante Verbot des Vertriebs von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren aufzuweichen oder gar insgesamt abzuschaffen, muss zugleich auch bedeuten, dass die Infrastruktur, die für die Elektromobilität benötigt wird, nicht ausgebaut werden soll, was mit Blick auf die Zukunftfähigkeit Deutschlands und damit unmittelbar auch Europas eine fatale Fehlentscheidung ist.

        Der Grund: Schon heute sind Verbrenner mit Blick auf die Betriebskosten teurer als Elektrofahrzeuge - ein Umstand der Verbrenner jetzt schon kaum mehr wettbewerbsfähig macht, wobei abzusehen ist, dass sie mit der schnell voranschreitenden Weiterentwicklung von Elektro-Fahrzeugen immer mehr Marktanteil verlieren werden. Heute liegt der maßgebliche Grund, noch einen Verbrenner zu kaufen, bereits annähernd exklusiv im Umstand, dass die Ladeinfrastruktur in Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ist.

        Daher kann die Entscheidung, auch weiterhin auf den Vertrieb von Verbrennern zu setzten, nur bedeuten, dass die Ladeinfrastruktur eben nicht ausgebaut werden soll, denn andernfalls könnten die Hersteller ihre nicht mehr konkurrenzfähige Technologie auch auf dem wichtigen deutschen Markt schon bald nicht mehr absetzen, da sie eben selbst auf dem flachen Land, wo die Ladeinfrastruktur besonders schlecht ist, nicht mehr ansatzweise attraktiv wäre.

        Damit verliert Deutschland im internationalen Wettbewerb den Anschluss, was wiederum ebenfalls schlecht für die benachbarten Alpenregionen wäre.

        In diesem Beispiel wäre es dann so, als ob sich Deutschland seinerzeit geweigert hätte, Eisenbahnen zu bauen oder vom Pferd aufs Automobil umzusteigen - dies ist freilich auch für die Nachbarländer von Belang.

        Diese Analogie mag übertrieben klingen, jedoch sind CDU und CSU etwa auch maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass Deutschland heute kaum mehr eine Rolle in der überaus wichtigen Photovoltaik-Industrie spielt. Bis ca. 2003 war Deutschland Weltmarktführer in diesem Bereich - heute nicht mehr, nicht einmal ansatzweise, was auch sehr wesentlich mit den damaligen politischen Entscheidungen der CDU/CSU zusammenhängt.

        Hätte man seinerzeit weitsichtige Entscheidungen getroffen, anstatt sich von Lobbyisten kaufen zu lassen, hätten auch die Nachbarländer davon profitiert, dass Deutschland technologisch im internationalen Wettbewerb vorn mitgespielt hätte - da dies jedoch nicht geschehen ist, sogar aktiv verhindert wurde, stehen wir heute eben, wo wir stehen, was schlecht für ganz Europa ist.

        Es ist nun einmal wie es ist: Die Welt dreht sich weiter und hängt alle ab, die die Zeichen der Zeit verkennen bzw. wider besseres Wissen Stagnation begünstigen und Fortschritt bekämpfen, um sich auf Kosten der Bevölkerung selbst zu bereichern.

        • 5715@feddit.org
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          11 hours ago

          Gerontokratische Korruption (“Ich will jetzt ‘mein’ Geld”) hat Infrastrukturieren noch nie kapiert.

          Im Übrigen finde ich nicht, dass der Vergleich der Vorstellung deutsche Länder hätten sich geweigert Eisenbahnen zu bauen mit der heutigen Weigerung der BRD Verkehr zu elektrifizieren sonderlich übertrieben ist, weil bereits ganze Industriesektoren bewusst und willentlich abgewürgt oder kleingehalten wurden und werden (PV, Akkumulatoren, Energieübertragung, E-(Nutz-)Fahrzeuge, Eisenbahnindustrie).

          Ich verfolge manchmal einen Fernfahrer (Elektrotrucker), der über die eigentlich möglichen Leichtigkeit mit der im hier und jetzt E-Lkw betrieben werden können, aber wie Verbrenner-Lkw künstlich am Leben gehalten werden, weil Logistik ja schon recht kostensensibel auch auf lange Zeit rechnet.

  • plyth@feddit.org
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    12 hours ago

    Könnte daran liegen, dass die USA die Produktionsstätten für neue Technologien in den USA haben wollen.

    Wir planen für den Krieg 2030. Warum sollten Investoren hier noch etwas aufbauen?

    • MaggiWuerze@feddit.org
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      11 hours ago

      Das Problem gab’s auch schon bevor Russland über die Ukraine hergefallen ist. Es sind schlicht und ergreifend Korruption und Kurzsichtigkeit wodurch nicht mehr langfristig geplant und investiert wird.

      Wenn irgendwas in 20 Jahren seine Wirkung erzielt, das andere dir aber innerhalb des nächsten Jahres ne zusätzliche Milliarde aufs Konto schaufelt braucht es halt Menschen mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein um die richtige Entscheidung zu treffen. Solche Leute sind in der deutschen Politik aber entweder nicht vorhanden oder nicht in der Position um Einfluss zu nehmen

      • plyth@feddit.org
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        10 hours ago

        braucht es halt Menschen mit Weitblick

        Die CEOs sind die Officers. Konzerne treffen nicht die langfristigen Entscheidungen sondern die Eigentümer.

        Deutschland war anders, aber das wurde abgebaut.

        Mit Deutschland AG wurde bis Anfang der 1990er Jahre ein Netzwerk zwischen großen Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen bezeichnet. Dieses Netzwerk beruhte auf gegenseitigen Kapitalbeteiligungen und einer Konzentration von Aufsichtsratsmandaten führender deutscher Manager, Gewerkschafter und Politiker.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_AG

        Es ist gewollt, dass in Deutschland nicht mehr nachhaltig geplant wird.

        Das Problem gab’s auch schon bevor Russland über die Ukraine hergefallen ist.

        Seit 2008, Putins Rede in München, steuern wir auf den Konflikt zu. Es stand nur nicht so in der Zeitung. Es gibt langfristige Pläne.