• trollercoaster@sh.itjust.works
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    1 day ago

    Genausowenig kann man die Gesinnung aus gefestigten Nazis rausargumentieren. Ein bestimmter Teil der Bevölkerung ist ideologisch gefestigt. Das Einzige, was man daran machen kann, ist ein gesellschaftliches Klima schaffen, in dem die sich nicht trauen, ihre Gesinnung öffentlich kundzutun. Der Kuschelkurs und “gesittete Diskurs”, der aktuell als der Höhepunkt der Demokratie zelebriet wird, führt eher zum Gegenteil. Und wenn die ideologisch gefestigten Nazis sich mit ihrer Gesinnung an die Öffentlichkeit trauen, fangen die sich in großem Maßstab Mitläufer ein.

    Wir brauchen wieder ein gesellschaftliches Klima, in dem Nazis in der Öffentlichkeit die Fresse halten.

    • rbn@sopuli.xyz
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      19 hours ago

      Genausowenig kann man die Gesinnung aus gefestigten Nazis rausargumentieren.

      Da gebe ich dir recht. Man wird niemals alle erreichen, ABER…

      • Wer gefestigt ist und wer vielleicht wackelt kann man von Außen nicht unbedingt beurteilen. Schon vor Jahrzehnten gab es Aussteiger, die trotz extremer Gesinnung und teils auch Taten nochmal die Kurve gekriegt haben. Siehe zum Beispiel https://www.exit-deutschland.de/
      • Kenne ich keine Quelle oder Studie, die belegt, dass man Menschen durch Gewaltandrohung so effektiv einschüchtern kann, dass sie, wie du sagst, “in der Öffentlichkeit die Fresse halten”. Selbst wenn das vielleicht in Einzelfällen gelingt, hast du dann zwei neu aufgestachelte neue.
      • Aus meiner Sicht ist jeder einzelne AfD-Wähler problematisch, aber nur ein kleiner Teil besagte gefestigte Nazis. Auch die “loseren” Anhängern identifizieren sich aber aktuell stärker mit den wirklich rechten Nazis als mit Antifa und Co. Wenn jetzt Fraktion richtig links den politischen Gegnern der Fraktion richtig rechts aufs Maul haut, dann zementiert sich links immer weiter als Feindbild und das eigene Lager als ungerecht behandelt, unterdrückt usw. (“man wird ja wohl noch seine Meinung sagen dürfen”)
      • Außerhalb der politischen Ränder wird Gewalt in der Gesellschaft als Protestform weitgehend abgelehnt. Auch in der gemäßigten linksgeneigten. Wenn die neutralen Leute linke Aktivisten mit Gewalt assoziieren, dann ziehen manche daraus den Schluss, dass am von AfD, CDU, Trump, Verfassungsschutz etc. gezeichneten Bild vielleicht doch etwas wahres dran sein muss.
      • Legitimiert Gewalt in gewisser Weise auch die Gewalt der Gegenseite. Wenn morgen jemand aus der Linien linken Szene blutend im Rinnstein liegt, kann man das dann schön als “beide Seiten hauen sich gegenseitig die Köpfe ein”, “Hufeisen”, “die aber auch” framen.

      PS: Ich beziehe mich mit meiner Meinung primär auf Gewalt gegen Personen. Gewalt gegen Dinge sehe ich grundsätzlich auch kritisch, aber insgesamt etwas differenzierter.