yay :) 3 Jahre Tortur doch gelohnt

  • Damarus@feddit.org
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    30
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    14 hours ago

    Ist das die offizielle Befähigung, “sprich Deutsch du Hurensohn” zu verschreiben?

    • Druid@lemmy.zipOP
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      18
      ·
      14 hours ago

      Lange Antwort: Jein. Kommt drauf an, ob es tatsächlich eine logopädische Indikation ist, z.B. verspäteter Spracherwerb oder nicht altersgerechte phonologische Prozesse, oder ob es um eine reine Sprachförderung geht. Im zweiten Fall wären wir tatsächlich weniger die Anlaufstelle, weil das keine “Pathologie” im herkömmlichen Sinne ist, sondern eher ein Fall von Migration, Aufwachsen mit mehreren Sprachen und ähnliches und da muss jede Logopädin selbst entscheiden, ob sie das Rezept, das eh schon ausgestellt ist, durch"therapiert" oder ob an Nachhilfe oder andere Förderprogramme verwiesen wird.

      Kurze Antwort: Ja :D

        • Druid@lemmy.zipOP
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          8
          ·
          14 hours ago

          Sehr cool, freut mich! Männer in der Logo sind relativ selten und die, die ich gesehen habe in Praktika, waren alle leider eher meh :D Gut, dass es bei dir geklappt hat.

          Vielen Dank 🙏

  • Zacryon@feddit.org
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    4
    ·
    10 hours ago

    Welche logopädischen Störungen außer Lispeln und Stottern gibt es?

    Kann auch eng mit der psychischen Verfassung von jemandem zusammenhängen, oder?

    • Druid@lemmy.zipOP
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      3
      ·
      9 hours ago

      Lispeln ist eine phonetische Störung, also die Aussprache betreffend. Da ist die wichtige Unterscheidung zwischen Sprache und Sprechen anzubringen, wobei Lispeln (gibt auch unterschiedliche Arten von Lispeln) eher das Sprechen betrifft und nicht die Sprache.

      Abgesehen von Sprachstörungen (z.B. verschiedene Arten der Aphasie nach einem Schlaganfall oder Sprachentwicklungsstörungen im Kindesalter) und Sprechstörungen (z.B. Lispeln oder eine verbale Entwicklungsdyspraxie, die das motorische Programm beim Sprechen beeinflusst), befasst sich die Logopädie auch mit Schluckstörungen (Dysphagie, meist eher im Erwachsenenalter so genannt, sonst würde man das eher Fütterstörung im Säuglingsalter nennen) und Stimmstörungen (z.B. funktionelle, organische oder psychogene - alle mit verschiedenen Auslösern, Behandlungen und Symptomatik).

      Thema Psyche ist in der Logo auf jeden Fall groß. Bei so gut wie jeder Pathologie gibt es eine psychische Komponente, die mal größer und mal geringer ausfallen kann. Bspw. ist die namensgebende psychogene Dysphonie eher bezogen auf unterliegende psychische Probleme, die zur Stimmstörung oder gar zum kompletten Stimmausfall führen bei gar keiner organischen oder funktionellen Pathologie. Mit dem Kehlkopf und den Stimmlippen ist da alles in Ordnung, aber psychische Probleme - Depressionen, Stress, Trauma - sind der Auslöser. Da ist dann die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Psycholog:innen und Psychiater:innen sehr wichtig, weil das unsere Kompetenz übersteigt.

      Bei Redeflussstörungen, wie Stottern und Poltern, hast du auch meist eine große psychische Komponente. Man stelle sich vor, man ist ein Kind, das wegen des Stotterns gehänselt wird. Was macht das mit dem Kind? Wie findet die Sozialisierung mit Peers statt? Schämen sich die Eltern dafür? Wie gehen sie mit der Störung um? Sind alles wichtige Fragen, die behandelt werden müssen und die alle das Kind beeinflussen können. Ähnliche Probleme logischerweise auch aufs Stottern im Erwachsenenalter zu beziehen. Ähnliche Problematik kann es aber auch kindlichen Sprachstörungen geben. Wie reagieren die Kinder darauf, wenn ich statt “Frau” “Sau” sage (reales Beispiel eines Kindes, das ich während der Ausbildung therapiert habe)? Fällt es jemandem auf und wenn ja, was mache ich dagegen? Da sind Resilienz und Vulnerabilität genau zu betrachten, um zu wissen, was mögliche Ressourcen des Kindes sind und welche “Schwachstellen” das Kind hat, wegen derer es das Kind schwerer haben könnte.

      Noch nicht genannt habe ich die myofunktionelle Störung (alles, was mit Schlucken, Essen, Atmung im Kindesalter zu tun hat - offene Mundhaltung wird da bearbeitet oder der physiologische Ruheplatz der Zunge beim geschlossenen Mund), Sprechdyspraxien (meist neurologisch, ein Problem des Sprechens), Dysarthrophonien (Stimm- und Artikulationsstörungen, meist auch neurologisch) und Late Talker, die eigentlich auch unter Sprachentwicklungsstörungen fallen, aber doch separat behandelt werden als wichtiges Störungsbild, das Früherkennung/-diagnostik und Behandlung bedarf. Andere mögliche Störungen, die aber nicht rein logopädisch sind, sind z.B. (selektiver) Mutismus, Autismusspektrumstörung bei XY logopädischer Störung oder Rhinophonien (dauerhafte Nasalität beim Sprechen, die aus verschiedenen Gründen bestehen kann).

      Sorry für die Textwand - ich bin in info-dump-Laune Ü

      • Druid@lemmy.zipOP
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        1
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        9 hours ago

        Yess, das wird zu 50% mein Klientel im kommenden Job sein. Wobei da auch die Sprache betroffen sein kann - je nach dem, in welchem Hirnareal die Läsion stattfindet :) ✨

  • ÚwÙ-Passwort@lemmy.world
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    8
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    16 hours ago

    Klingt in der formulierung schon irgendwie nach rechtsverdreher hat sich Zulassung erschlichen und nicht nach ehrlicher arbeit…

    Mit dem geheimen gesetzt 123 abatz 42 konnte er sich um unsere auflagen drücken und Scheißepfostenmeister werden!