Edith für Rechtschreibung
Man sollte halt auch nicht erwarten, dass alte Menschen strunzblöd sind. Wenn du eine freiwillige Untersuchung anbietest, an deren Ende ein Führerscheinentzug steht, dann geht natürlich keiner da hin. Wenn du eine freiwillige Untersuchung anbietest, dann schauen Leute vorbei und lassen sich vllt. im Gespräch mit den Fachleuten überzeugen, dass Autofahren eher schlecht ist. Da muss dann am Ende nicht die Rückgabe des Führerscheins stehen (denn warum sollte man das machen? Die Karte nimmt ja jetzt wirklich nicht viel Platz in der Wohnung ein), aber vielleicht fahren dann Leute weniger oder gar nicht mehr.
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Komischerweise gibt es schon genormte Fahrtauglichkeitsuntersuchungen, die sogar für ältere Fahrer (ab 50 Jahren) zusätzlich einen Reaktionstest beinhalten. Leider sind die nur für LKW- und Busführerscheine vorgeschrieben. Alle 5 Jahre. Und wenn man ein entsprechendes Fahrzeug fährt, wenn man da auch nur einen Tag drüber ist, ist das “Fahren ohne Führerschein”.
Währenddessen muss man bei allen anderen Führerscheinklassen nicht mal den lächerlichen Sehtest vom Optiker regelmäßig wiederholen. Man kann wortwörtlich blind werden und behält seinen (PKW- oder Motorrad-) Führerschein.
Meine Oma hat mit 85 nochmal freiwillig die Fahrprüfung gemacht (hat sie sich zum Geburtstag gewünscht) und ohne Fehlerpunkte bestanden. Aber vielleicht kann es für manch andere trotzdem ein Weckruf sein.
Ehrenomi!
Neben König Fußball regiert in Deutschland halt auch Kaiser Auto.
Darauf ein “olé olé, brumm brumm”
Niemand möchte die Senioren verärgern. Die haben Blutdruck, werden ganz schnell fuchsteufelswild und rächen sich dann an der Wahlurne!
Okay, der letze Punkt ist mMn nach wichtig. Wenn das Risiko bestünde, dass ich meinen Lappen verliere, gehe ich da nicht hin.
Tja, bei den Führerscheinklassen C und D hat man das ganz elegant gelöst: Die sind grundsätzlich auf 5 Jahre befristet und zur Verlängerung muss man eine genormte arbeitsmedizinische Untersuchung zur Fahrtauglichkeit machen. (wenn man über 50 ist, sogar mit zusätzlichem Reaktionstest)
Schlimmer noch: dann wärst du dumm hinzugehen.
So kann es jeder wahrnehmen und bekommt Feedback.
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Niemand zwingt die Fahrer oder scheduled die für die. Nur weil man das Angebot nicht wahrnimmt heißt dass nicht dass man sich weigert.
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Ich habe gesagt es ist gut, dass es keine Pflicht zur Abgabe gibt, da das die Hemmschwelle senkt sich testen zu lassen. Sonst wäre das ja dumm hinzugehen wenn man es sich noch zutraut? Und wenn man es sich nicht mehr zutraut braucht’s den Test nicht
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Awareness. Einen Anstoß.
Kein Grund so konfrontativ zu kommunizieren. Solange es nicht verpflichtend ist sich prüfen zu lassen wird es gegen die Annahme des Angebots wirken wenn die Chance besteht den Lappen zu verlieren. Es wäre in dem Sinne blöd, hinzugehen, wenn nicht alle hingehen müssen weil man freiwillig rechte aufgibt die andere, auch ungeeignete, nicht aufgeben.
Gesamtgesellschaftlich wäre es wünschenswert wenn wir alle dazu bekommen würden. Solange es freiwillig ist, müssen wir so oder so auf die Eigenverantwortung vertrauen. Und dann ist es besser wenn es keine Konsequenzen hat durchzufallen weil dann immer hin mehr Leute überhaupt hingehen und sich einschätzen lassen.
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Du steigst in die Kommunikation mit einer Dir unbekannten Person ein, indem du ihr eine geistige Behinderung vorwirfst, weil sie nicht der gleichen Meinung ist wie du. Würdest Du Menschen iel genauso begegnen?
Geh berühren einige Gras.
Kollege, es lohnt sich Benutzernamen anzuschauen
Bullshit. Du hast nicht verstanden was ich gesagt habe und mich direkt angegriffen.
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Ich denke auch das sich da etwas ändern muss, aber da muss noch einiges mehr passieren als “nehmt den Alten den Lappen weg”. Ich wohne selbst in einer Großstadt und der ÖPNV ist einfach nahezu nicht vorhanden (Kacke getacktet, Ab 23 Uhr fährt kaum mehr ein Bus,…), da kann ich es verstehen das man leider (gerade im Alter wo Radfahren vielleicht nicht mehr so gut geht) auf das Auto angewiesen ist. Übersehe ich diesen Punkt bei dieser Debatte immer nur oder wird das oftmals nicht berücksichtigt, denn auch wenn ich es fragwürdig finde das manche mit 85 noch ihren dicken SUV fahren müssen obwohl sie kaum in diesen Einsteigen können sehe ich für viele auch einfach keine realistische Alternative* wenn sie nicht komplett zum “Einsiedler” werden wollen (wohl gerade auf dem Land)
*natürlich müssen nicht alle SUVs fahren, aber trotzdem brauchen wohl viele leider doch ein Auto
Der ÖPNV gehört ausgebaut, im Verkehr privilegiert und günstig (eigentlich kostenlos) gemacht, ja.
Aber das ist eine unabhängige Stellschraube. Es sollte kein Recht auf individuelle Mobilität auf Kosten der Unversehrheit anderer Verkehrsteilnehmer geben. Wer nicht mehr Auto fahren kann, darf nicht mehr Auto fahren. Fertig.
Fände es da zur Abhilfe dann ggf. interessanter Menschen bei Fahruntüchtigkeit durch Alter oder Krankheit bspw. Taxigutscheine zu geben, wenn man da Linderung schaffen möchte.
Das stimmt natürlich, es sollte kein recht auf individuelle Mobilität geben und wer gesundheitlich nicht in der Lage ist zu fahren sollte es lassen. Ich finde es nur schwierig wenn immer nur davon geredet wird den Leuten die nicht mehr fahren können “alles an Mobilität” wegzunehmen was sie haben/kennen ohne realistische alternativen zu bieten.
Ok, aber wo sollten alte Leute denn 23 Uhr noch hinfahren wollen? Die wollen 20 Uhr zur Tagesschau zu Hause sein, und nach dem mutantenstaadl ist sowieso Sendeschluss und es geht ins Bett. Am nächsten Tag sind sie wieder fit um ab 6:30 rasen mähen, Hecke schneiden, auto Kärchern oder Gartenabfälle häckseln können.
Meine Omma auf dem platten Land hat, nachdem sie ihren Passat spontan im Feld geparkt hat, auf ein Elektro-Aufsitzer-Mobil umgesattelt. Die ist super glücklich, weil sie jetzt überall mal auf einen Schnack anhalten kann und trotzdem noch zum Friseur kommt. Für sportlichere Personen gibts auch Fahrrad-Dreiräder mit Elektrounterstützung.
(gerade im Alter wo Radfahren vielleicht nicht mehr so gut geht) auf das Auto angewiesen ist.
Wer sitzen kann, kann Auto fahren. Klar. Die kleinen Beinchen sind zu schwach, um E-Bike zu fahren, aber für schnelle Bremsmanöver im 2t-Geschoss reicht es dann?
Ich glaube gerade ältere Menschen laufen Gefahr sich mit E-bikes richtig zu verletzen, da kenne ich ein paar denen das Fahrrad durchgegangen ist die sich dann bei diesen “schnellen” und “unnatürlichen” Geschwindigkeiten nicht mehr richtig abgestützt bekommen. Ich wollte auch überhaupt nicht sagen das ich das toll finde das Opa Dieter kurz vor dem Kollaps noch seinen 3-Tonnen-Panzer umherfährt, nur das es je nach dem wo man wohnt nicht wirklich tolle alternativen gibt. Ich muss selbst sagen da wo ich wohne kostet es Überwindung Fahrrad zu fahren, kaum richtige Fahrradwege, Autos die mit 50+ viel zu nah an einem vorbeifahren, etc… Da fahre ich schon ungerne, da würde ich von Oma Alma die eventuell etwas mehr hin und her schwankt als ich das tue nicht fordern das sie sich da durch quälen muss.
Ein Argument was hier fehlt, solche Unfälle sind oft gar nicht kognitivem versagen geschuldet, sondern medizinischen Notfällen. Und die lassen sich nun mal bei so einem Test schlecht vorhersagen. Quelle als Artikel: https://www1.wdr.de/nachrichten/senioren-strassenverkehr-unfall-auto-100.html
Die Untersuchung der Björn-Steiger-Stiftung ist schwer lückenhaft, denn da wurden nur Unfälle mit Personenschaden betrachtet.
Ja aber wenn ein wichtiger Grund für Unfälle fehlt und die Leute trotzdem die Prüfung nicht schaffen, dann sollten sie doch erst recht nicht fahren dürfen
Interessant.











