Bald geht’s für die jüngeren Generationen wieder los! 🎉 (Junge Männer* eventuell kaputt machen, ganz toll.)

  • RoflmasterBigPimp@feddit.org
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    8
    arrow-down
    1
    ·
    3 days ago

    Genau das meine ich wenn ich sage: Es liegt nicht daran das Jugendliche “nichts von sozialen Berufen wissen”, wie es immer mal wieder beschrieben wird.

    Es liegt daran das Zivildienstleistende und Leute im FSJ und Bundesfreiwilligendienst wie ABFALL behandelt werden. Schlecht bezahlt, schlecht behandelt und ausgenutzt um Lücken zu stopfen anstatt die systematischen Probleme dahinter anzugehen.

    Ja wirklich komisch dass das keiner machen will… Klar ist die Lösung dann die Leute dazu zu zwingen anstatt mal raus zu finden WARUM das keiner machen will. /s

  • Feddinat0r@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    14
    ·
    4 days ago

    Keine Sorge, die Psyche kann man auch ohne Zivi oder Wehrdienst zerstören :)

    Aber doof, dass es bei dir so lief.

  • Captain Baka@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    12
    ·
    4 days ago

    Versteh die Frage jetzt nicht falsch, ich frag wirklich nur aus Interesse: Wäre dir zurückblickend Wehrdienst eigentlich lieber gewesen?

    Ich für meinen Teil kann da ja nicht mitreden, weil ich damals beides nicht gemacht hab.

  • TanteRegenbogen@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    9
    arrow-down
    3
    ·
    4 days ago

    Bin gegen eine Wehrpflicht. Lieber Berufsarmee die nachhaltig Neonazis entlarvt und rausschmeisst.

    Wenn es irgend ein Verteidigungstraining geben soll, dann a la territoriale Verteidigungseinheiten die aus üblicherweise normale Bürger*innen besteht, die mal lernen wie man eine Waffe handhabt und die Gemeinde verteidigt.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      4
      arrow-down
      2
      ·
      3 days ago

      Eine reine Berufsarmee ist zu klein, um ihren Zweck (Abschreckung) zu erfüllen. Für einen Konflikt, der länger dauert, braucht man große Reserven. Genau die baut man mit einer Wehrpflicht auf, ohne damit die Gesellschaft übermäßig zu belasten, wie man das mit einer ausreichend großen Berufsarmee tun würde.

      Verteidigung gegen einen großangelegten militärischen Angriff kann man nicht so kleinflächig auf kommunaler Ebene denken. Die normalen Bürger, die mal den Umgang mit einer Waffe gelernt haben, wären genau die ehemaligen Wehrpflichtigen, die nach ihrem Dienst wieder ins zivile Leben zurückgehen.

      Und für die Leute, die das mit der Waffe nicht wollen, gibt es ja Ersatzdienst. In der Regel auch in gesellschaftlich sinnvollen Bereichen, die man auch im Verteidigungsfall verstärkt brauchen wird, also baut man sich auch da eine gewisse Personalreserve auf.

    • Preisungsburgtyp@lemmy.worldOP
      link
      fedilink
      arrow-up
      13
      arrow-down
      3
      ·
      edit-2
      4 days ago

      Naja, diese Eingesperrtheit. Der Zwang. Nicht für die Monate etwas anderes machen zu können, was man wirklich möchte. Man kommt aus der Schule, will das Leben starten, aber quasi endet (gefühlt) es da.

      Ich war in einem Krankenhaus, was insgesamt belastend und eklig war.

      Zusätzlich (daran ist nicht direkt der Zivi Schuld): Die meisten meiner Freunde haben gekifft, sind deshalb ausgemustert worden. Ich habe zu dem Zeitpunkt einen Teil meines sozialen Umfelds verloren. Und Eltern usw. waren keine Hilfe, da kamen bloß Sprüche wie: “Ja, was soll ich denn sagen, ich musste ja zur NVA, das war hart!” (Ja und mein Opa musste zur Wehrmacht. Das kann ja nicht die Maßgabe sein!).

      Das ist bald 20 Jahre her. Ich wache manchmal noch mit Alpträumen nachts auf. Ich fühle mich seitdem gebrochen. Ich habe auch seitdem einen Hass auf quasi alles Staatliche, dass man junge Menschen (Männer*) so (grundlos) bricht. Und ja: Habe versucht das therapeutisch anzugehen, bisher ohne Erfolg.

      • Knoedelkopf@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        6
        arrow-down
        1
        ·
        3 days ago

        Hi, ich hoffe ich trete dir nicht zu Nahe, aber es klingt für mich als hättest du damals Hilfe gebraucht, die du nicht bekommen hast.

        Von daher möcht ich einfach sagen, auch für diejenigen, denen noch ein Wehr/ersatzdienst bevorsteht: Holt euch Hilfe, wenn ihr fühlt dass es euch zerbricht. Niemand muss so etwas alleine durchstehen!

        Wir kennen uns nicht, aber ich würde dir sagen: versuche weiterhin es mit Hilfe aufzuarbeiten, du hast es verdient, dass es dir besser geht!

        Ich kenne die Situation von damals nicht, hatte aber selbst eine ähnliche Zivildienststelle. Krankenhaus, Onkologiestation. Da gab es natürlich auch viel Leid, und Tod. Aber auch viel Herzlichkeit.

        An der Stelle will ich vlt eine Lanze für den Zivildienst brechen, weil ich persönlich ihn als enorme Bereicherung empfunden habe und auch andere kennen , denen es auch so ging.

        Bitte nicht falsch verstehen, ich will damit deine Erfahrungen nicht kleinreden, nur aufzeigen, dass es auch eine helle Seite hat.

        Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass es auch dir damit einmal besser gehen wird als heute!

        • MaggiWuerze@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          4
          arrow-down
          1
          ·
          3 days ago

          Ja, kann mir so nen Brett wie OPs kaum vorstellen. Im Zivi bin ich Essen für den Paritätischen ausgefahren. Das heißt, den halben Tag mitm kleinen Flitzer übers Land ballern (wörtlich, denn Tempolimits passten nicht in das Arbeitspensum), Musik hören und alten Leuten Essen nach Hause bringen. Teilweise bei denen bleiben und beim Essen helfen. Nachmittags dann mit alten Leuten einkaufen gehen oder spazieren. Dann noch ein bisschen Autos, Hof und “Küche” fegen/putzen und zack Feierabend.

          • Preisungsburgtyp@lemmy.worldOP
            link
            fedilink
            arrow-up
            3
            ·
            3 days ago

            Moin. Ich versuch mal zusammenfassen zu antworten:

            • In der Schule war die Fremdbestimmung anders. Insgesamt fiel mir die auch deutlich leichter
            • Ja, ich weiß auch von anderen, die mir erzählt haben, dass ihr Zivi für sie eine gute Erfahrung war (bei mir war es aber eben nicht so). Und so wird es das wohl jetzt (wieder) weitergehen.

            Danke für die netten Wünsche.

      • trollercoaster@sh.itjust.works
        link
        fedilink
        Deutsch
        arrow-up
        5
        arrow-down
        2
        ·
        3 days ago

        Tut mir leid, wenn ich Dir damit zu nahe trete, aber irgendwie kann ich das nicht ganz nachvollziehen. Direkt aus der Schule in den Zivildienst heißt, dass Du direkt davor mindestens 12 Jahre Schule hattest, also genug Zeit, Dich an eine fremdbestimmte Lebensweise zu gewöhnen, denn Schule ist letztendlich auch nicht sehr selbstbestimmt. (Obwohl gerade die Oberstufe damals noch wesentlich selbstbestimmter war, als heute)

        Krankenhaus kann natürlich belastend sein, aber das sehe ich davon unabhängig.