Anakin/Padme, 4 Panels. Anakin: Wir werden Führerscheine bezuschussen. Padme: Und den ÖPNV für arme Menschen kostenlos machen, oder? Anakin starrt Padme schaut weniger fröhlich: oder?
Die Meldung ist übrigens eine Ente bzw. FakeNews, leider kommend von der taz: Was die Verkehrsministerkonferenz gefordert hat, ist, durch eine Reform der theoretischen Führerscheinausbildung die Kosten zu senken. Ist ja wirklich nicht mehr zeitgemäß, dass die Leute da zig Stunden für hunderte Euro in so einem Fahrschulbüro hocken und sich pädagogisch schlecht gemachte Inhalte anhören. Das kann man sicherlich auch ohne Präsenzunterricht in Kleingruppen lernen und das senkt dann entsprechend die Kosten.
Eine entsprechende Änderung einer staatlichen Prüfungsordnung ist aber jetzt keine Subventionierung
Danke für die Info, hast du einen Link zu dem was da tatsächlich konkret die Idee ist?
Ich finde online auf allen Seiten nur diese Information, die alle wohl auf die gleiche Pressemitteilung oder dpa Meldung zurückgehen. Der eigentliche Beschluss ist auch auf der Seite der Verkehrsministerkonferenz Stand gestern Abend nicht online:
Die Kosten für den Führerschein sind zuletzt stark gestiegen. Mehrere Tausend Euro müssen angehende Autofahrer einplanen. Die Verkehrsminister der Länder finden das zu viel - und fordern den Bund zum Handeln auf. Die Verkehrsminister der Länder setzen sich beim Bund dafür ein, die Führerscheinprüfung für Autofahrer-Neulinge wieder erschwinglicher zu machen. Vor allem die theoretische Ausbildung werde als überfrachtet angesehen, was zu hohen Durchfallquoten und damit verbunden zu einer Kostensteigerung führe, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) der Nachrichtenagentur dpa auf der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg. “Der Führerschein kostet für junge Leute bis zu 4.000 Euro”, sagte Bernreiter. Die Kosten müssten reduziert werden, um die Bürger zu entlasten. “Die Verkehrsministerkonferenz sieht die stetig steigenden Kosten für den Erwerb eines Führerscheins als Hemmnis für die individuelle Mobilität, dies gilt insbesondere in ländlichen Gebieten mit einem eingeschränkten Angebot an Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs”, heißt es in dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz.
https://www.tagesschau.de/inland/verkehrsminister-fuehrerschein-kosten-100.html
Ist schon krass. Sie sollten zumindest bundesweit ein Sozialticket einführen. So D-Ticket für 10€ für arme Leute oder so.
Da gibt es zum Beispiel diese Forderung: https://www.deutschlandfunk.de/wohlfahrtsverband-fordert-deutschlandticket-sozial-fuer-25-euro-100.html
Für sie sollte das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr nur 25 Euro pro Monat kosten, statt der üblichen 58 Euro, schlug der Verband vor. Ein solches “Deutschlandticket Sozial” sei gedacht für Bürgergeld- und Sozialhilfeempfänger sowie Bezieher von Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung im Alter, aber auch Asylbewerber.
Das wäre definitiv eine Verbesserung.
Das sind 20 Mark. 40 Ostmark. 400 Ostmark aufm Schwarzmarkt.
Von den bisherigen !ich_iel@feddit.org-Pfostierungen hätte man 0.001709 % der DDR entschulden können.
Natürlich ist dafür Geld da. Was auch sonst. Aber was erwartet man schon von einer ewig gestrigen “früher war alles besser”-Partei? Gibt es denn ne Quelle dazu, ob das nur auf Klasse B bezogen ist?
Ich hab mal gehört, die Klassen C und D könnte man sich durchaus als Fortbildungsmaßnahme vom Arbeitsamt bezuschussen lassen. Gefahrgutscheine bezahlen die wohl auch.
Wobei das wahrscheinlich noch die am wenigsten betrügerischen und sinnvollsten vom Arbeitsamt vermittelten Fortbildungen sind.
Die Klassen C, D und T (wobei ich noch nie gehört habe, dass das jemals jemand gemacht hat) kann man sich natürlich im Rahmen von Jobvermittelung vom Arbeitsamt bezahlen lassen. Dazu braucht man aber meines Wissens nach eine Erklärung des eventuellen Arbeitgebers, dass man bei Bestehen des Führerscheins eingestellt wird.
Alternativ kann man auch in die örtliche Freiwillige Feuerwehr (THW geht auch) eintreten und kann sich darüber dann den LKW Führerschein finanzieren lassen, um dann auch legal die Feuerwehrautos fahren zu dürfen. Fun fact am Rande, wenn alarmiert wird, es aber niemanden mit LKW Führerschein gibt, darf sogar ohne Führerschein zur Einsatzstelle gefahren werden. Zurück geht das ganze dann jedoch nicht.
Arbeitgeber
Eigentlich ist der sogenannte Arbeitgeber der Arbeitnehmer und der sogenannte Arbeitnehmer der Arbeitgeber.
Böser Bot.
Schon bedingt lustig bei normalen Diskussionen,wenn es um fachliche Diskussionen geht aber nicht hilfreich.
Feines Känguru. Hier eine Schnapspraline
Schnapspraline
Ohne Mampf kein Klassenkampf.
Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen haben blöderweise auch feste Quoten wie viele Leute sie schicken dürfen. Und,wenn wundert es: Die wurden auf Bundesseite (betrifft zugegebenermaßen eher THW und Hilfsorganisationen, FWen sind mehr kommunal) massiv gekürzt von Chrissi L.
Mit anderen Worten: So einfach ist das auch nicht. Und in vielen Bundesländern wird dann halt auch nur der sog. “Ehrenamtsführschein” - Ein Konstrukt,dass die Nutzung im Ehrenamt erlaubt. Warum jemand,der ein Fahrzeug mit 7,5t mit Blaulicht fahren darf am Wochenende nicht auch mit der selben Größe umziehen darf bzw. warum jemand,der am Wochenende seit 10 Jahren ehrenamtlich Rettungswagen fährt selbigen das gleiche Fahrzeug nicht beruflich bewegen darf, das können dir nur die Innenminister sagen.
Das mit der “darf dann jeder” Aussage ist übrigens falsch - theoretisch kann man zwar einer rechtfertigenden Notstand konstruieren, aber das Notfälle im Feuerwehrwesen nun einmal zum Tagesgeschäft gehören ist eine pauschale Annahme nicht rechtmäßig.
Ferner ist die Grundvoraussetzung für jede Maßnahme im rechtfertigenden Notstand,dass der Ausführende für diese geeignet, also qualifiziert ist. Und daran dürfte es im Zweifelsfall scheitern.
Kann man also eher von abraten
Kann man also eher von abraten
Ja, die bessere Alternative zu jemand ohne richtigen Führerschein fahren lassen, ist einen LKW anzuhalten und dessen Fahrer zu verpflichten, das rote Auto dahin zu fahren, wo es hin muss. Leute zur Hilfeleistung verpflichten darf man als Einsatzleiter in den meisten Bundesländern.
Aber wenn es so weit kommt, ist vorher schon gewaltig was schiefgelaufen. Denn dass es so weit kommen kann, muss jahrelange Planung so richtig mit Anlauf verkackt werden.
Sind wir ganz ehrlich: In der Situation holt man die Nachbarwehr - denn das kann wenn man so totalen Fuckups absieht ja eigentlich nur das erste oder einzige Fzg. betreffen, denn dann kannst ja den ersten Maschinisten meist wieder irgendwie zurück bringen und wenn es mit dem MTW ist.
Und bis du nen LKW Fahrer gefunden hast ist der Nachbarort im Zweifelsfall auch da.
Klar,wenn du in der Megalage bist,kann alles anders aussehen,aber da findet sich meist wer. (Aber einfach mal verpflichten ist geil. Hab ich auch schon gemacht. Nen Baukran und nen Bulldozer. Hehehe)
Wir sind da in DE halt auch einfach krass unflexibel - mal abgesehen davon,dass es eine reine Finanzfrage angeht was die Scheine angeht. Eine Kommune mit der ich gelegentlich zusammen arbeite hat versucht als “Tag-Maschinisten” Bauhofmitarbeiter zu verwenden. Ist im Endeffekt an purer Bürokratie gescheitert. (Die Gemeinde darf sie nicht mal eben auf Truppmann schicken, ohne den dürfen sie nicht fahren,etc…) Auch immer wieder erlebt: Wehren deren Kommandanten es total sinnvoll finden das alle ihre 6 AGTs Maschinisten werden(weil die sind ja so aktiv und immer da - aka die übliche Clique. Die dann alle mit dem ersten LF ausrücken und sich alle wundern warum die DLK nicht raus geht…und dann irgendwann die restlichen Aktiven keinen Bock mehr haben…
Nachalarmieren in dem Fall ist selbstverständlich die erste Maßnahme.
Das mit dem Bauhof bzw. der Verwaltungsmitarbeitern geht gerne in die Hose. Kenne ich auch irgendwoher. Gibt es leider auch keine vernünftige rechtliche Handhabe für.
Dass Maschinisten auch AGT sind kann sich als nützlich erweisen, wenn es qualmt und der Wind dreht. Es ist nur selten dämlich, wenn alle Klasse-C-Fahrer im 1. Auto wegfahren und niemand mehr da ist, der das Nächste fahren darf.
Das mit der ersten Maßnahme sagst jetzt du,der offensichtlich nicht vom “Meinfeuervirus” befallen ist. Anderswo lässt man lieber ne Stunde ein Carportfeuer zum "halber Häuserblockfeuer,X werden bevor man die “feindliche Wehr” aus dem anderen Ortsteil nachalarmiert.
I wish I was joking.
Wie gesagt, nichts dagegen wenn Maschinisten AGT sind, aber wenn halt nur deine paar AGT Maschinisten sind…hast du halt ein Problem. (Zu mir gekommen ist der Fall übrigens eben weil es schief lief&durch die fehlende DLK beinahe jemand starb - und man das dann der ILS anhängen wollte)
Das Ding da war halt,die Bauhofmitarbeiter wollten das durchaus,aber sie wollten außerhalb ihrer Arbeitszeit nichts mit FW zu tun haben - was auch nachvollziehbar ist,erst Recht weil die Mehrheit wohl nicht da wohnt und zu mindestens die eine Wohngemeinde auch ne echt schwierige Wehr hat mit chronisch wenigen Mitgliedern (weil schwierige Führung). Alles nachvollziehbar. Aber rechtlich in DE derzeit in keinem Bundesland zufriedenstellend lösbar. (Und wir haben wirklich im Kundenauftrag sehr große Kanzleien gefragt.) Kopf->Tisch.
Aber hey,ich hab auch mal als OrgL auf den Sack gekriegt weil ich die 14 leichtverletzten Kinder mit einem auf Depotfahrt befindlichen Linienbus in die Klinik befördert habe. Bei -18° im Schneetreiben. Nachdem mir die SEG “abgesagt” hat,weil sie ja keine Kinderrückhaltesysteme hätten. Hätte beinahe ein OWI Verfahren wegen Verstoß RDG gegeben.
Das mit der “darf dann jeder” Aussage ist übrigens falsch
Ich kann nur das sagen, was mein Bruder mir erzählt hat. Ich selber bin nicht in der FW.
Jedes Bundesland kocht da ein bisschen sein eigenes Süppchen, in dem einen oder anderen kann das mehr oder weniger illegal sein, im allerbesten Fall ist man, wenn man das macht, auf ganz dünnem Eis. Der Staatsanwalt hat nämlich sehr viel Zeit, falsche Entscheidungen auseinanderzunehmen, die man in Sekunden getroffen hat.
Nein. Rechtfertigender Notstand und StVO sind Bundessachen,ebenso die herrschende rechtliche Meinung dazu - denn sowas endet ja eh im Zweifelsfall am BGH. Da ist nix Landes-Sache. Der Verfolgungsethos mag unterschiedlich sein, wenn es schief geht wird spätestens die gegnerische Versicherung aber da ganz andere Kaliber auspacken.
Ist auch leider ein oft kursierenden urban Myth bei FW und HiOrgs/BOS.
Hab sogar schon Kommandanten großer Stützpunktwehren gehabt die mir das (im Beisein des Kreisbrandmeisters) erzählt haben.
Letzterem ist dann mal kurz die Beherrschung verloren gegangen.
wenn alarmiert wird, es aber niemanden mit LKW Führerschein gibt, darf sogar ohne Führerschein zur Einsatzstelle gefahren werden
Gibt’s dazu ein Gesetz oder greift da dann einfach der rechtfertigende Notstand?
Keine Ahnung. Weiß das auch nur von meinem Bruder.
Gut ich denke mal, dass man dafür in nem entsprechenden Job sein muss. C bekommt man ja oft auch von entsprechenden AG bezahlt.
Privat ist der inzwischen auch kaum noch bezahlbar.
In DE sind doch nur Autofahrys echte Menschen, hier fährt niemand mit dem Bus oder der Bahn.
Ich bin niemand
Was letzter Odysseus?
Das Argument hatte ich schon mal mit jemandem auf heise•de, also noch spezifischer, dass man nur dann ein Bürger sei, wenn man ein Nummernschild am Fahrzeug habe.
Mhm gibt aber auch Fahrradnummerschilder :-)
Warte, lass mich kurz drei Jahre zurückreisen und diesen Kommentar anbringen. :)
Das wirklich bizarres hier ist ja, dass der Führerschein halt eine staatliche Vorgabe ist und dass der Staat hier die Regeln macht. Im Kern könnte er auch statt massenhaft Steuergelder da reinzuballern einfach sagen “hey, fahrt einfach ohne Führerschein”. Das ist sicherlich nicht ideal, aber im Endeffekt wäre es z.B. ein einfacher Hebel die theoretischen Fahrstunden abzuschaffen oder das Lernen auf ein zentrales und kostenloses Portal zu schieben. Den Führerschein etwas zu splitten und z.B. Fahranfänger in der Probezeit max. 100 fahren lassen. Fahrstunden in einen Fahrsimulator verlegen lassen. Oder oder oder. Es gäbe glaube ich genügend kreative Ideen, wie man Verkehrssicherheit sicherstellt und trotzdem den Führerschein günstiger macht.
Die Fahrschul, Prüfungs und MPU Industrie werden das zu Verhindern wissen.
Bei Fahrschulen scheint ja der allwissende Markt nicht allzu viel zu wirken. Man sollte meinen, dass bei so viel Konkurrenz einen günstigen Preis hätte. Trotzdem ist der Führerschein teurer denn je.
Was könnte der Markt da ausrichten? Die Versicherung wird keinesfalls billig sein und der Fahrlehrer wird gut bezahlt, weil es davon nicht viele gibt.
Der Führerschein wird durch die Pflichtstunden teuer.
Ich weiß nicht genau, wie das angelsächsische Verfahren funktioniert, aber ich glaube, Britys/Amerikanys/Kanadys nehmen jeweils den Großteil ihrer Fahrstunden bei den Eltern, während professionelle Fahrlehrys zwar auch vorkommen, aber eine untergeordnete Rolle einnehmen.